
Hallöchen, schön dass du da bist.
Ich möchte dir hier kleinen Einblick geben, um was es geht, wenn du zu mir kommen solltest.
Erstmal möchte ich dir sagen, dass man überhaupt nicht verrückt ist, wenn man zu so jemandem wie mir geht.
Im Gegenteil, man ist echt voll stark, dass man merkt, wenn irgendwas irgendwie nicht stimmt und sich dann sogar echt noch Hilfe ins Boot holt.
Ernsthaft, voll cool!
Also, weiter im Text, worum geht es:
Alle Menschen haben ein Gehirn und darin sitzt aus psychotherapeutischer Sicht die Psyche, auch Seele genannt.
Manchmal kann bei uns Menschen anstatt der Nase oder dem großen Zeh die Seele krank werden und die braucht dann genauso Hilfe, wie wenn man hohes Fieber hat.
Wenn die Seele sozusagen „hustet“ dann zeigt sich z.B. so:
- Angst, die sich dann darin zeigt, dass man nicht gerne ohne die Mama ist. Oder wenn man sich beim Arzt erst gar nicht Blutabnehmen lässt. Oder wenn man Angst vor Monstern/Hunden/anderen Menschen u.a. hat.
- Es gibt wieder – oder immernoch ein Piesel-Problem. In die Hose oder ins Bett.
- Traurig sein und keine Lust mehr auf Irgendwas haben (außer Bildschirmzeit). Oder dass man immer wieder überlegt, ob es gut ist hier auf der Welt zu sein.
- „Vulkanismus“ (starke Wutausbrüche), also manchmal explodiert man so doll, dass es hinterher echt viel Schaden geben kann und sich andere vorsorglich in Sicherheit bringen.
- Unsinnige Dinge immer wieder machen oder denken müssen, obwohl man weiß, dass sie unsinnig sind.
Dafür bin ich dann da und nicht dein Kinderarzt.
Erst müssen wir tatsächlich so ein bissl Fiebermessen in der Seele, aber keine Sorge nicht einem Thermometer . Ich stelle dir Fragen oder bitte dich zu malen oder mit Figuren zu spielen.
Ich möchte wissen unter welcher Krankheit du und deine Seele leiden und wie wir ihr dann am besten helfen können.
Das passiert dadurch, dass wir drüber sprechen, Pläne entwerfen, spielen, basteln und manchmal auch ein Arbeitsblatt machen. Aber nur selten, versprochen!
Bei mir ist es auch immer so, dass Mama und Papa auch kommen müssen. Ohne dich.
Da bespreche ich dann mit ihnen, was sie anders machen können, um dir zur helfen.
Und manchmal ist es auch echt gut, wenn wir uns alle zusammen sehen und über Probleme sprechen und wie es besser werden kann.
Das alles kann manchmal unangenehm sein. Wir müssen nämlich manchmal über Blödes in der Therapie sprechen, auch wenn es ganz doll unangenehm ist oder Angst macht.
Aber es ist genauso wie beim Zahnarzt: Währenddessen ist es nicht so prickelnd, aber hinterher geht’s einem langsam wieder besser.
Ich hoffe dass du nun ein kleines bisschen schlauer bist, was dich erwartet wenn du mal zu mir kommst.
Ich freue mich jedenfalls darauf, wenn wir uns kennenlernen!





