Über mich und meine Arbeitsweise

Ich bin Baujahr 81, in Bayern geboren und aufgewachsen.
Mit 20 hat mich dann die Liebe in den Schwarzwald verschlagen und seither ist dies meine Wahlheimat.

Als mich einer meiner allerersten Patienten auf dem Weg zur Psychotherapeutin fragte, ob ich es denn als Kind auch schwer hatte, druckste ich erstmal verlegen vor mich hin.
Daraufhin erwiderte mein 5-jähriges Gegenüber, dass die Frage nun echt nicht „SOOO SCHWER“ zu beantworten sei: „Ja oder nein.“

Also beantwortete ich die Frage wahrheitsgemäß mit JA.

Deshalb ist mein Werdegang ein vielfältiger, möchte ich sagen, der mit einigen Umwegen zum Ziel geführt hat. Aber wie sagt man so schön: Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

Auf beruflicher Ebene bedeutet das, dass ich im Heim genauso gearbeitet habe, wie in einer Justizvollzugsanstalt und nachdem klar wurde, dass ich keine Kinder bekommen kann, auch im Kindergarten – vielfältige persönlichkeitsprägende und wertvolle Erfahrungen.

Ich bin seit einigen Jahren chronisch krank, was bedeutet, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen ich für einige Wochen, im schlimmsten Fall Monate ausfalle. Mir ist es wichtig, dass Sie und du darüber informiert seid, bevor Sie sich entscheiden eine Behandlung bei mir aufzunehmen.

In meiner Arbeitsweise ist es mir ein Anliegen, Sie oder dich als ganzen Menschen zu sehen und nicht nur als psychisch Kranken. Mit all deinen oder Ihren Macken und Ressourcen.
Es ist mir besonders wichtig, dass Sie – trotz aller Strenge, der Schwere und dem Leid, die unsere Stunden manchmal begleiten – eine positive Erfahrung bei und mit mir machen können.

Seit 2021 bin ich nun als tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin in Oberkirch niedergelassen.

In meiner Praxis arbeite ich mittlerweile methodenübergreifend und beziehe traumatherapeutische, verhaltenstherapeutische, bindungsorientierte und systemische Methoden ein – genau dort, wo es hilfreich und indiziert erscheint.

Seit 2023 arbeite ich traumatherapeutisch nach PITT-KID, beziehe aber auch hier einige andere Methoden mit ein.

Meiner persönlichen und beruflichen Erfahrungen nach können psychische Störungen – egal wie hoch der Leidensdruck auf allen Seiten sein mag – auch eine Chance sein.
Sie „stören“ und möchten damit vielleicht auf etwas aufmerksam machen. Auf etwas, das „stört“ und Entwicklung behindert.